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11. Januar 2014

MARIA CALLAS XXL - Jürgen Kestings neue 26-teilige Sendereihe

Das dürfte ein wohl einmaliges Mammutunternehmen sein. In über fünfzig Stunden Sendezeit wird sich Jürgen Kesting erneut - und ausführlich wie noch nie zuvor in Funk oder Fernsehen - mit Maria Callas befassen: bis 29. Juni 2014 jeden Sonntagnachmittag von 15:04 Uhr bis 17:00 Uhr auf  RBB Kulturradio.

Die Manuskripte der Sendungen werden auf der Senderseite als PDF-Dateien veröffentlicht.

Die erste Folge wurde am vergangenen Sonntag ausgestrahlt, das zwölfseitige Manuskript der ersten Sendung enthält auch detaillierte Angaben zu den gesendeten Musikstücken.


http://www.youtube.com/watch?v=eLLDntUTBd8
Faszinierend - auch wenn sie nicht singt, wie hier beim
 Das Hamburger Konzert vom 16. März 1962 war
ein früher Höhepunkt meines Opernlebens.

Hier die Themen der geplanten 26 Folgen:

So 05.01.2014 15:04 - 17:00: "Bist du nun lebendiger, weil du tot bist?" (1)

Die Laufbahn von Maria Callas begann in den Jahren des Krieges und finanzieller Not. Dank fanatischer Arbeit kam sie nach dem Studium bei Elvira de Hidalgo als perfekt ausgebildete Virtuosa 1947 nach Italien und kämpfte sich mühsam an die Spitze. Musik aus I Puritani, La Gioconda, Tristan und Isolde, Adriana Lecouvreuer, Nabucco, Norma.

So 12.01.2014 15:04 - 17:00: Die Gesichter der Stimme (2)

Die ebenso faszinierende wie irritierende Wirkung, die von Maria Callas ausging, war die Schönheit des Hässlichen. Um ihre Stimme hat es heftige Kontroversen gegeben, die bis heute anhalten.  Sie hat es verstanden, den von ihr portraitierten  Figuren ein unverwechselbares und unvergessliches  Gesicht zu geben.  Musik aus Rigoletto, Macbeth, Dinorah, Turandot, Tosca, Il turco in Italia, Armida, Il Trovatore, Norma, Lakmé.

So 19.01.2014 15:04 - 17:00: "Ich habe gesungen wie eine Wildkatze" (3)

Die frühen fünfziger Jahre waren für Maria Callas eine Zeit des Kampfes. Sie brauchte einige Jahre, bevor sie in Italien anerkannt wurde. So wählte sie den Umweg über Mexico, um einige ihrer wichtigsten Rollen zu erproben, darunter Elvira, Lucia di Lammermoor, Leonora, Violetta und Aida. Bei den Aufführungen setzte sie, mit dem Mut zum äußersten Risiko, alles auf eine Karte: auch auf die der höchsten Töne.

 

So 26.01.2014 15:04 - 17:00. "Der Ruhm hat keine weißen Flügel" (4)

Nach einem Wort ihres Plattenproduzenten Walter Legge wurde Maria Callas von einem „shakespearehaften Ehrgeiz“ angetrieben. Bei der Eroberung der italienischen Bühnen hat sie mit allen Mittel gekämpft – oft gegen große Widerstände etwa durch den ,Sovrintendente‘ des Teatro alla Scala Antonio Ghiringhelli. – Musik aus Parsifal, Il trovatore, La Traviata, I Vespri Siciliani, Armida.

So 02.02.2014 15:04 - 17:00. Regina della Scala (5)
Nach Erfolgen in Mexico sorgten Triumphe beim Maggio Musicale Fiorentino von 1951 dafür, dass sich die Pforten der Mailänder Scala für Maria Callas öffneten; und nach der sensationellen Saison-Prima als Lady Macbeth im Dezember 1952 war sie für die nächsten Jahre die Primadonna des Theaters. Musik aus Puritani, Lucia di Lammermoor, Rigoletto, Tosca und Macbeth.

So 09.02.2014 15:04 - 17:00. Verismo und Belcanto oder: Wie der Löwe das Blut liebt (6)

Zwei zentrale und gesangsdarstellerisch konträre Partien stehen im Mittelpunkt dieser Folge: die leidenschaftliche Titelheldin von Amilcare Ponchiellis La Gioconda – eine für den Verismo typische, deklamatorisch–rhetorische  Partie – und die von Vincenzo Bellinis Norma, mit der Maria Callas wesentlich zur Erneuerung des Belcanto beigetragen hat.

So 16.02.2014 15:04 - 17:00: Callas – Finalmente mia (7)

Der Schallplattenproduzent Walter Legge gebrauchte die Worte des Baron Scarpia, als es ihm nach langen Verhandlungen gelungen war, Maria Callas  für den EMI-Konzern zu verpflichten. Ein erster Höhepunkt der Zusammenarbeit war die Einspielung von Tosca unter Victor de Sabata – eine für die "Klangbühne" bahnbrechende technische Realisierung. Aufnahmen aus Don Giovanni, La Traviata, Il Trovatore, Lucia di Lammermoor.

So 23.02.2014 15:04 - 17:00: "Quäle die Heldin" (8)

Keine Rolle hat Maria Callas so lange in ihrem Repertoire gehalten wie die Puccini-Heroine Tosca: Sie gehört zu den ersten, die sie noch während des Krieges in Athen sang, und sie war die letzte, mit der sie 1965 Abschied von der Bühne nahm. Es war keineswegs ihre Lieblingspartie. Und doch hat sie der Figur ein unvergessliches Gesicht und tragische Grandeur gegeben.

So 02.03.2014 15:04 - 17:00: "Die Koloratur ist die höchste Ausdrucksform der Kunst" (9)

Mit diesen Worten verteidigte der Schriftsteller Honoré de Balzac die Gesangssprache Rossinis gegen die Verächter des verzierten Gesangs. Es gehört zu den Großtaten von Maria Callas, dass sie in der  Musik der romantischen Belcanto-Komponisten – von Vincenzo Bellini und Gaetano Donizetti – die Einheit von Ornament und Expression herzustellen verstand, z.B. als  Elvira in I Puritani und als Lucia di Lammermoor, mit der sie die größte Wirkung erzielte.

So 09.03.2014 15:04 - 17:00: "Das Schöne ist des Schrecklichen Anfang" (10)

"Ah! quale voce", sagt ein entsetzter Jason, als die von ihm verratene Medea vor den Pforten seines Palastes steht. Die mörderische Heroine in der Oper von Luigi Cherubini war eine Partie, die, wie u.a. Leonard Bernstein betonte, nur "auf Maria Callas gewartet hat". Die furiose Darstellerin der ob des Liebesverrats zur Kindesmörderin werdenden Medea steht im Mittelpunkt der Sendung.

So 16.03.2014 15:04 - 17:00: Grenzgänge – Klassische Heroinen und Märtyrerinnen der Liebe (11)

Die Saison 1953/1954 war nach Ansicht von Maria Callas die wichtigste ihrer Laufbahn. Sie konnte mit Dirigenten wie Leonard Bernstein, Herbert von Karajan und Carlo Maria Giulini arbeiten – und mit dem Regisseur Luchino Visconti. Neu in ihr Repertoire kamen klassische Rollen wie Glucks Alceste und Gasparo Spontinis Giulia in La Vestale. Auf Schalplatten wurde sie mit einem weitgespannten Repertoire als Sängerin für drei Fächer präsentiert: als Assoluta.

So 23.03.2014 15:04 - 17:00: Das Leichte ist das Schwerste: Maria Callas als Comédienne (12)

Trotz der Brillanz und Leichtigkeit ihres Singens war Maria Callas nicht für Rollen geschaffen, die darstellerische Leichtigkeit verlangen – man könnte auch sagen: ein besonderes Register der Seele. Die opera buffa blieb für sie eine ferne und fremde Sphäre. Unter den 47 Rollen, die sie auf der Bühne gesungen hat, finden sich nur zwei komische Partien: Fiorilla in Il Turco in Italia und Rosina in Il Barbiere di Siviglia.

So 30.03.2014 15:04 - 17:00: Casta Diva – Basta Diva: Processo alla Callas (13)

Für die Karriere von Maria Callas gibt es ein Synonym: Kampf. Gerade auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes angelangt, entbrannte Mitte der fünfziger Jahre eine erbitterte Auseinandersetzung: zum einen über die Stimme, zum anderen über die "diva furiosa", die ihren Weg an die Spitze wie ein Tigerin erkämpft hatte. Große Nachrichtenmagazine ersannen jene chronique scandaleuse, die dazu führte, dass sie dafür berühmt war, berühmt zu sein – aber es war ein Ruhm, der sich zunehmend von der Sängerin ablöste. Mit  den Rollen außenseiterischer  und fataler Frauen – Medea, Norma, Lucia, Lady Macbeth –  übernahm sie deren Los. Sie wurde zu einem Wunsch- und Schreckbild der Zeit, in der sie sang: der fünfziger Jahre.

So 06.04.2014 15:04 - 17:00: Die Flucht in den Wahnsinn: Lucia di Lammermoor und Anna Bolena (14)

Donizettis Lucia war für Maria Callas eine emblematische Rolle. Mit keiner anderen erzielte sie eine so intensive Breitenwirkung.  Aufführungen unter Herbert von Karajan in Mailand (1954), Berlin (1955) und Wien (1956) brachten ihr spektakuläre Erfolge. Sie gab die Rolle ab, nachdem sie 1959 bei einer Aufführung in Dallas  das hohe Es nicht erreicht hatte. Von nicht minder hohem Rang ist ihr Portrait von Donizettis Anna Bolena. Auch in dieser Oper findet sich eine faszinierende und komplexe Wahnsinnsszene.

So 13.04.2014 15:04 - 17:00: Romantische Liebes-Religion: Bellinis "La Sonnambula" (15)

Das Schwesterwerk von Norma war die zweite Oper, die der große Regisseur Luchino Visconti für Maria Callas an der Mailänder Scala inszenierte – und es war die zweite Oper, in der Maria Callas mit Leonard Bernstein zusammenarbeiten konnte, der sie als "größte Künstlerin der Welt" bezeichnete und ihr Jubel-Rondo im Finale der Oper mit wundervollen Verzierungen ausschmückte.

So 20.04.2014 15:04 - 17:00: Verdi und die Tradition des Belcanto: Gilda und Leonora (16)

"Gehen wir zurück in die Vergangenheit", riet Verdi, „und es wird ein Fortschritt sein“.  Nach dieser Maxime hat sich Maria Callas der Partie der Gilda in Rigoletto und der Leonora in Il Trovatore genähert – eine stilistische Revision. Gilda spielte in ihrem Bühnen- Repertoire eine nur periphere Rolle, aber von Rang ist die Aufnahme mit Tito Gobbi als Rigoletto. Zentral für ihr Repertoire ist die Leonora in Il Trovatore, die sie in einer fesselnden Einspielung unter Herbert von Karajan gesungen hat.

So 27.04.2014 15:04 - 17:00: Violetta oder: Würde geben einer Verschmähten (17)

Was Johann Wolfgang von Goethe in seinen "Maximen und Reflexionen" forderte, hat Giuseppe Verdi in seiner beliebtesten Oper vollbracht: in La Traviata. Sie ist zum Inbegriff der hochherzigen Sünderin und von tragischer Weiblichkeit geworden. Maria Callas hat die Rolle zwischen 1951 und 1958 in 63 Aufführungen verkörpert und ihre Darstellung immer stärker differenziert, wie die Mitschnitte unter Carlo Maria Giulini und Nicola Rescigno auf eindringliche Weise zeigen.

So 04.05.2014 15:04 - 17:00: Erhabenes Seelengemälde: Bellinis "Norma" (18)

Bellinis "sündige" Druiden-Priesterin war eine Schicksalspartie für Maria Callas. Sie werde von der Bühne abtreten, so hat sie erklärt, wenn sie die Norma nicht mehr singen könne. Zwischen 1948 und 1965 hat sie 89 Aufführungen bestritten. Die sängerisch wie darstellerisch anspruchsvolle Partie bezeichnete Richard Wagner als wunderbar durchgeführtes "Seelengemälde". Im Mittelpunkt der Sendung stehen die Studio-Aufnahmen unter Tullio Serafin und zwei Mitschnitte aus der Mailänder Scala mit ihren eindringlichsten Darstellungen der Rolle.

So 11.05.2014 15:04 - 17:00: Anna und Amelia (19)

Gaetano Donizettis Bolena war das achte Werk aus der Sphäre der romantischen Belcanto- und Primadonnen-Oper, das durch Maria Callas 1957 wiederentdeckt wurde. Ihre zwölf Aufführungen sorgten dafür, dass sich alsbald Elena Suliotis, Leila Gencer, Montserrat Caballé, Beverly Silly, Renata Scotto und Joan Sutherland für das wichtigste Werk des jungen Donizetti einsetzten. Zur gleichen Zeit erweiterte Maria Callas ihr Repertoire um eine zentrale Rolle von Giuseppe Verdi: Amelia in Un ballo in maschera – zunächst 1956 durch eine glänzende Studio-Aufnahme, die sie im Jahr darauf in einer Live-Aufführung übertraf.

So 18.05.2014 15:04 - 17:00: Donna di Forza II: Maria Callas als Leonora und Aida (20)

In den Werken, die Verdi nach seiner trilogia populare schrieb, verändern sich die Stimm-Charaktere. Die erste Leonora („Il Trovatore“) muss noch Verzierungen und Triller singen, die in „La Forza del Destino“ wird zur Donna di Forza, die lange Bögen mit dramatischem Impetus singen muss. Verdi hat die lyrischen Formen für den Sopran nicht abgeschafft, sondern ausgedehnt und erweitert, um die Intensität des dramatischen Ausdrucks zu erweitern. Maria Callas hat die Partie der Aida zu Beginn ihrer Karriere mit dramatischem Feuer gesungen. Als sie für die Aufnahme ins Studio ging, war ihre Stimme - so wie sie selber – schlanker geworden. Gleichwohl ist ihr ein fesselndes Portrait gelungen, insbesondere im Zusammenspiel mit Tito Gobbi.

So 25.05.2014 15:04 - 17:00: "Ich wollte die Welt zum Weinen bringen" – Mimì und Manon (21)

Bei Puccini seien ihre Talente vergeudet, wandten Kollegen und Kritiker ein, als Maria Callas Partien aufnahm, die sie nie auf der Bühne gesungen hat. Sie selber hat unverblümt gesagt, dass sie die Musik Puccinis "verabscheue".  Die Gründe sind nicht leicht zu finden: Lag es daran, dass die Musik ihrer Stimme nicht wirklich lag, oder daran, dass ihr das belcantisch-kunstvolle Singen wichtiger war? Der darstellerische Rang ihrer  Portraits aber ist  unumstritten.

So 01.06.2014 15:04 - 17:00: Der Affekt– und der Naturlaut: Cio Cio San, Turandot und veristische Musik (22)

Die  Musik von Puccini und der veristischen Komponisten hat Maria Callas schon früh aus ihrem Bühnenrepertoire verbannt, wohl aber auf der Klangbühne mit der ihr eigenen Intensität dargestellt, ihre Stimme dabei aber bis an ihre Grenzen gefordert. Neben den Szenen aus den Opern von Puccini ist auch Musik von Ruggiero Leoncavallo und Umberto Giordano zu hören.

So 08.06.2014 15:04 - 17:00: Wendepunkt: Der Skandal vom Rom (23)

Als Maria Callas am 2. Januar 1958 eine Aufführung von Norma in Rom wegen einer Indisposition abbrach, bewirkte dies einen der lautesten Skandale – und sicher auch den lächerlichsten Skandal – nach dem Zweiten Weltkrieg. Fortan hatte sie gegen Animositäten anzukämpfen, die in blanken Hass umschlugen. Es dauerte nicht mehr lange, bis sie zu einer Primadonna ohne Heimat geworden war.

So 15.06.2014 15:04 - 17:00: Das glanzvolle Desaster – Maria Callas an der Metropolitan Opera (24)

Neben der Mailänder Scala hat Maria Callas keine wirkliche künstlerische Heimat gefunden – insbesondere nicht an der Metropolitan Opera von New York. Ihre Debüt-Vorstellungen im Herbst brachten der erfolgsverwöhnten Diva nur Achtungserfolge, und anders als in Mailand, London und Paris wurde sie nicht in den Mittelpunkt neuer Produktionen gestellt. Es kam zu einem Zerwürfnis mit dem kaltherzigen Met-Manager Rudolf Bing, so dass der Plan einer Neuinszenierung von Macbeth scheiterte. Maria Callas wich aus und gab immer öfter Konzerte in luxuriöser Zirkusatmosphäre.

So 22.06.2014 15:04 - 17:00: Der Abstieg in den Ruhm (25)

Umworben von dem griechischen Reeder Aristoteles Onassis zog sich Maria Callas, auch wegen ihrer nachlassenden stimmlichen Energien, zunehmend  zurück. 1959 hat stand sie nur noch neun Mal auf der Bühne und einige Male auf dem Konzertpodium. Bei einer Aufführung von Lucia di Lammermoor in Dallas patzte sie bei einem hohen Es. Sie selber sagte: "Heute endet meine Karriere." In den ersten sieben Monaten des Jahres 1960 hat sie nicht gesungen. Sie kämpfte nicht länger um ihren Ruhm, sondern gegen das Gespenst der Berühmtheit.

So 29.06.2014 15:04 - 17:00: Ich habe euch alles gegeben – Die letzten Aufführungen (26)

Nach der Trennung von Onassis begann für Maria Callas ein neuer Kampf: der um ein Come back. Sie ging wieder ins Studio, um französische Arien und Georges Bizets Carmen aufzunehmen. In New York, London und Paris war sie in mehr als dreißig Aufführungen von Norma und Tosca zu erleben. Am 5. Juni 1965 trat sie von der Bühne ab – die "einzige Person, die rechtmäßig die Bühne betreten hat, um den Zuschauer unten erfrieren, leiden und zittern zu machen" (Ingeborg Bachmann).

19. Dezember 2013

YouTube: August Everdings "Da capo"-Interviews - Coloraturafan ist zurück - "Tutto Verdi": Alle 26 Verdi-Opern in Gesamtaufnahmen




Giuseppe Taddei, Erna Berger, Ljuba Welitsch, Sandor Konya, Hans Hotter, Nicolai Gedda, James King, Birgit Nilsson, Franz Crass, Ileana Cotrubas, Tom Krause, Josef Metternich, Edda Moser... und... und...

Auf YouTube gibt es über 50 Videos mit den Interviews, die August Everding
in den 1980er- und 1990er-Jahren für die TV-Serie "da capo" geführt hat!

http://www.youtube.com/user/VocidellaLirica/search?query=Da+capo

  

Eine aktuelle gute Nachricht:

Seit einigen Tagen sind bei YouTube die Schätze von Coloraturafan wieder da - über 3.200 Videos!


"Tutto Verdi":

Das Verdi-Jahr endet in wenigen Tagen - und damit auch die letzte Staffel der Verdi-Opern bei Arte Live Web.
Die Videos aller 26 Opern gibt es aber auch bei YouTube auf dem Kanal von JF52opera.

26. November 2013

Gar nicht heiteres Sängerraten bei NDR Kultur: Botha oder Pisapia?

Vor einiger Zeit hatte ich im Post Worüber ich mich bei Rundfunksendungen immer wieder ärgere u. a. über diverse Fälle von falschen Besetzungsangaben bei Sendungen auf NDR Kultur berichtet, und so war ich sehr erfreut, nun in der Programmvorschau auf der Internetseite des NDR (und auch in der Programmzeitschrift) für die Sendung des Verdi-Requiems am 24. November 2013 die korrekte Besetzungsliste zu finden. Bei dem vom NDR aufgezeichneten Karfreitags-Konzert der Philharmoniker Hamburg vom 29. März 2013 in der Hamburger Laeiszhalle hatte es nämlich zwei kurzfristige Umbesetzungen gegeben, über die ein dem Programmheft beigefügtes Einlegeblatt informierte: Annette Dasch statt Adrianne Pieczonka und Massimiliano Pisapia statt Johan Botha. Also offenbar alles in Ordnung, auch Umbesetzungen hat NDR Kultur nun endlich in den Griff bekommen. Dachte ich wenigstens, aber leider, leider -  man soll den NDR nicht vor der Sendung loben! Dieses Mal gab es eine mir ganz neue Fehlervariante: Am Anfang der Sendung wurde "der südafrikanische Tenor Johan Botha" angesagt, der insbesondere das berühmte Ingemisco singen werde, am Ende der Sendung wurde dann aber kommentarlos die Besetzungsliste mit Massimiliano Pisapia verlesen. Der eine oder andere Hörer wird sich nun irritiert gefragt haben: Wer denn nun von den beiden? Ich war in dem Konzert und kann bestätigen: die folgende Besetzungsliste von der Programmseite von NDR Kultur ist korrekt, die Ansage am Anfang der Sendung war bezüglich der Besetzung der Tenorpartie falsch.



Ich kann zwar nicht beurteilen, wie es bei anderen Sendern aussieht und welche Fehler dort ggf. bei Besetzungsänderungen vorkommen, aber mir ist bei meinen Recherchen für die wöchentliche Aktualisierung meiner Blogseite mit den Opernsendungen aufgefallen, dass es Sender gibt, die es offenbar problemlos schaffen, ihre Programmvorschau sogar bei von ihnen verantworteten Live-Übertragungen laufend zu aktualisieren. Besonders hervorheben möchte ich da Radio Ö 1, aber auch bei RAI Radio 3 findet man spätestens am Sendetag die aktualisierte Besetzungsliste im Internet. Aktuelles Beispiel bei Radio Ö 1: Für die am Sonnabend, 23. November, live aus der Wiener Staatsoper übertragene Aufführung von Brittens "Peter Grimes" war die Programmvorschau im Internet wegen der Umbesetzung der Titelpartie - Herbert Lippert statt Ben Heppner - schon Tage vorher aktualisiert worden:


Die Aufzeichnung wird NDR Kultur übrigens am Donnerstag, 5. Dezember 2013, senden. Ich bin mal optimistisch, dass der NDR, der - wie ich annehme - vom ORF ein Sendeprotokoll mit Besetzungsliste bekommt, die Umbesetzung nicht übersehen und vielleicht sogar insoweit seine Programmvorschau im Internet aktualisieren wird... 

Und falls jemand vom NDR dies hier lesen sollte: Bitte endlich die größtmögliche Sorgfalt bei Besetzungsangaben! Wir möchten uns darauf verlassen können! Fehlerhafte Besetzungsangaben sind ein schlechter Dienst nicht nur an den Hörern, sondern besonders auch an den betroffenen Sängern, denen auf diese Weise Aufnahmen untergeschoben werden bzw. deren Mitwirkung verschwiegen wird.

P.S.: Dank an den NDR für die schnelle Aktualisierung! Heute Nacht, als ich den Post schrieb, stand noch Ben Heppner als Peter Grimes auf der Programmseite von NDR Kultur, jetzt ist es Herbert Lippert. So wird das, was das Internet gedruckten Radioprogrammen voraus hat, optimal genutzt!







1. Juli 2013

ARD-Radiofestival 2013 - Kein Festival für Opernfreunde!


Das Beste genießen! Das Beste? Es ist einfach nicht zu fassen, was das diesjährige, vom SWR verantwortete ARD-Radiofestival dem Opernfreund zumutet! Es ist schon traurig genug, dass auch dieses Jahr wieder wochenlang - nämlich vom 13. Juli bis zum 7. September - bei den ARD-Kultursendern Abend für Abend ein identisches Programm läuft - lediglich BR-Klassik macht wie in den Vorjahren das Einheitsangebot nicht mit, sondern bringt unter dem Titel "Festspielzeit" weitgehend ein eigenes Programm. Es bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens dort - und natürlich auch bei Deutschlandradio Kultur - die Opernfreunde und speziell die Belcanto-Freunde mehr auf ihre Kosten kommen.

Das Programm des ARD-Radiofestivals, das jetzt für den Zeitraum vom 13. Juli bis zum 18. August im Einzelnen bekanntgegeben worden ist (s. hier), wird für Opernfreunde, die neue Festival-Produktionen hören wollen, jedenfalls eine Enttäuschung, wenn nicht gar ein großes Ärgernis sein, gibt es doch nur vier aktuelle Produktionen, nämlich die Live-Übertragungen des Rings aus Bayreuth (26., 27., 29. und 31. Juli). Alle anderen bisher bekanntgemachten Opernsendungen bringen keine neuen Produktionen, sondern Aufzeichnungen von Opern, die bereits früher von einem der über Satellit, Kabel und Internet problemlos bundesweit zu  empfangenden ARD-Sender ausgestrahlt worden sind oder bereits im Fernsehen gezeigt wurden und teils sogar auf Arte Live Web monatelang zu sehen sind oder bereits zu sehen waren:

13. Juli: Eröffnungsgala des Mariinsky-II-Theaters vom 2. Mai 2013 (im TV und bei Arte Live Web)
20. Juli: Von den Händelfestspielen Göttingen "Siroe" (am 10. Mai 2013 live übertragen von MDR Figaro)
3. August: Mozarts "Zauberflöte" aus Baden-Baden vom 1. April 2013 (im TV und bei Arte Live Web)
10. August: "Il trovatore" aus München (am 27. Juni von BR-Klassik live übertragen und am 5. Juli live im Internet)
17. August: Aus Schwetzingen die Uraufführung der Oper "Thomas" von Haas aus Mai 2013

Alles schon zu hören oder sogar auch schon zu sehen gewesen! Und von den zahlreichen internationalen Festivals im Juli / August  - z. B. Martina Franca, Aix, Beaune, Innsbruck, Orange, Pesaro - natürlich wieder nichts im Programm!
Was sind die Alternativen zum weitgehend uninteressanten Opernangebot der ARD-Rundfunksender?

Belcanto-Oper?* Da ist zumindest zu vermelden, dass Deutschlandradio Kultur am 27. Juli die Aufzeichnung der Oper "Le Chalet" von Alphonse Adam vom Festival "Rossini in Wildbad" im Programm hat.                         *(s. Nachtrag unten!)
Von den internationalen Radiosendern werden wie in den Vorjahren sicherlich Radio Ö 1 und France Musique ein umfangreiches Opernprogramm mit diversen Liveübertragungen bieten; beide Sender sind über Satellit Astra 19.2E auch in Deutschland frei zu empfangen. Aus Bregenz wird der TV-Sender ORF 2 die Zauberflöte und aus Salzburg live bzw. zeitversetzt Falstaff und Don Carlo übertragen; das Programm von ORF 2 ist - soweit es auch über ORF 2 Europe ausgestrahlt wird - auch in Deutschland über Satellit Astra 19.2E frei zu empfangen. 3sat bzw. Arte  bringen aus Salzburg Die Meistersinger von Nürnberg, Falstaff und Don Carlo, Servus TV Mozarts Entführung aus dem Serail.

Ein Festival-Höhepunkt wird das Rossini Opera Festival in Pesaro sein, dessen drei Premieren sicherlich auch dieses Jahr von RAI Radio 3 live übertragen und per Internetradio zu hören sein werden:

L'italiana in Algeri am 10. August
Guillaume Tell (mit Flórez) am 11. August
L'occasione fa il ladro am 12. August

Details folgen zu gegebener Zeit hier im Blog auf der Seite
"Opernsendungen aktuell"

*Nachtrag (10.8.): Jetzt auch Belcanto-Oper international beim ARD-Radiofestival! Am 24. August von den Salzburger Festspielen Verdis "Giovanna d'Arco" mit Anna Netrebko und Placido Domingo, am 27. August Rossinis "La donna del lago" aus London mit Joyce DiDonato und Juan Diego Flórez.

13. Juni 2013

Opernsendungen: Aktuelle Tipps und ergänzende Infos


Am morgigen Freitag, 14. Juni, bringt BR-alpha eine etwas rätselhaft betitelte Dokumentation: alpha-Österreich: Don Giovanni - Der bestrafte Wüstling in Albanien. Nähere Informationen zu dieser Sendung fehlen, und so habe ich gegoogelt und bin auf der Seite der Deutschen Botschaft in Tirana fündig geworden:

Nachtrag (14.6.):
Der Sender BR-alpha verwies soeben per Mail auf die ORF-Seite

Am kommenden Sonnabend, 15. Juni, sendet BBC Radio 3 Rossinis La donna del lago aus dem ROH Covent Garden London,  mit Joyce DiDonato, Juan Diego Flórez und Daniela Barcellona ein Rossini-Highlight erster Güte. Wie eine Rückfrage bei der BBC ergeben hat, handelt es sich um den Mitschnitt der Aufführung vom 31. Mai 2013, in der Colin Lee den Rodrigo gesungen hat, - ein guter Tenor, den ich in Tancredi und La Fille du Régiment habe hören können, aber in der Rolle eines Baritenors? So wird es leider keine Gelegenheit geben, die euphorischen Berichte (s. Blogseite Presseschau) über den in der Premiere und in der zweiten Vorstellung eingesprungenen Michael Spyres nachzuvollziehen. Der Mitschnitt wird im Internet noch für sieben Tage als Stream zur Verfügung stehen (Link zur Seite von BBC Radio 3 am Ende der Blogseite 'Opernsendungen aktuell', bis Sonnabend steht noch die Aufnahme des Nabucco mit Placido Domingo in der Titelpartie zur Verfügung) und wohl auch demnächst bei anderen Sendern im Programm sein, so dass man sich am Sonnabend ggf. ganz der Rarität aus Lüttich widmen kann: Guillaume Tell - nicht von Rossini, sondern von André-Ernest-Modeste Grétry (1741 - 1813) auf SR 2!

Biografie

Am 16. und 30. Juni sendet das Bayerische Fernsehen die Folgen 2 und 3 der dreiteiligen Dokumentation über die Arbeit des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Wie ich beim Ansehen der ersten Folge entdeckte, gehörte zu den Opernstudio-Mitgliedern damals - d. h. 2007/08 - der 1983 geborene rumänische Bass Adrian Sampetrean, zur Zeit noch Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper, aber bereits auf dem Weg zu einer internationalen Karriere, - was nicht überrascht, wenn man über zwei Jahre die positive Entwicklung dieser runden, legatoreichen  und koloraturgewandten Stimme mit klangvoller Tiefe in Rollen wie z. B. Leporello in Don Giovanni, Raimondo in Lucia di Lammermoor  und Alidoro in La Cenerentola und im Verdi-Requiem hat miterleben können. Dieses Jahr singt er - nach seinem Debüt an der Mailänder Scala (Banco und Oberto im Mai) - in der Arena von Verona den Ramfis in Verdis Aida, zu sehen im ZDF am Sonntag, 16. Juni.


Nicht nur Verdi, Wagner und Britten haben dieses Jahr runde 'Geburtstage', sondern auch Johann Simon Mayr, aus dem in Italien der seinerzeit sehr erfolgreiche Komponist Giovanni Simone Mayr und der Lehrer Donizettis wurde. In Ingolstadt wird - ebenso wie in Bergamo - anlässlich der  250. Wiederkehr seines Geburtstags die Oper Ginevra di Scozia aufgeführt; BR-Klassik bringt am 23. Juni eine Aufzeichnung.

Am 27. Juni auf BR-Klassik und am 5. Juli als Video-Livestream im Internet kann man Jonas Kaufmann als Manrico in Verdis Il trovatore an der Bayerischen Staatsoper erleben.

Am 30. Juni sendet der NDR in seinem Fernsehprogramm aus der Reihe der Musikalischen Reiseführer die Folge "Rossini in Bad Wildbad", - eine gute Einstimmung auf das bevorstehende Festival "Rossini in Wildbad".

Details zu den genannten Sendungen unter

6. Februar 2013

Rundfunk und TV: Aktuelle besondere Tipps

Ich möchte wieder einmal auf einige besondere Sendungen hinweisen, die möglicherweise in der Fülle des Angebots übersehen werden:

Barcelona: Michael Spyres als Hoffmann

Die spanischen Radiosender Catalunya Música und RNE Radio Clásica übertragen live Offenbachs "Les Contes d'Hoffmann" aus dem Gran Teatro del Liceu in Barcelona: am morgigen Donnerstag, 7. Februar, und am Donnerstag, 14. Februar, jeweils um 20:00 Uhr. Die beiden Sender tauschen ihre Livemitschnitte nicht untereinander aus, sondern übertragen unabhängig voneinander zwei verschiedene Vorstellungen live!

Die beiden Sender bieten auf ihren Internetseiten einen Livestream, auch über die Senderliste und die Programmseiten von operacast kann man Internetradio hören. Noch besser geht es mit einem Internetradio-Programm, mit dem man die Sendungen auch mitschneiden kann (weitere Infos zum Internetradio hier).

Ein aktuelles Interview mit Michael Spyres im Blog operasora hier


Barockes Pasticcio - eine wunderbare Parodie

Endlich, endlich nach vielen Jahren wird "Ein Theater nach der Mode" wiederholt (BR-alpha, Sonntag, 10. Februar, 20:15 Uhr)!  Hinter dem Titel versteckt sich eine aus 39 Musiknummern verschiedener Komponisten des 18. Jahrhunderts zusammengestellte Parodie auf die Barockoper.  Meiner Erinnerung nach witzig inszeniert und gut gesungen.

Ein Bericht in der Welt hier


Südafrika im Opernrausch
Auch auf diese Wiederholung (So, 17. Februar, 17:00 Uhr - Arte) freue ich mich sehr. Es ist wirklich unglaublich, wie lebendig Oper sein kann! Und die Begeisterung trägt Früchte: der südafrikanische Opern-Spielfilm U-Carmen wird hoffentlich auch bald wiederholt (ist aber auch preiswert auf DVD zu erhalten).
  
Die Dokumentation begleitet die Nachwuchssänger der einzigen Oper Südafrikas, der Cape Town Opera, auf einer Tour durchs ganze Land.Südafrika hat die Oper für sich entdeckt! Vor allem die Jugendlichen des weiten Landes begeistern sich für Operngesang. Selbst in den entlegensten Winkeln trifft man Teenager, meist Schwarze, die mit klangvollen Stimmen Arien von Mozart und Verdi schmettern, als gäbe es nichts Selbstverständlicheres. Das ist weit mehr als eine Kuriosität, denn bis in die 90er Jahre war die Oper in Südafrika allein der weißen Elite vorbehalten. Was also hat es mit dieser erstaunlichen südafrikanischen Opernbegeisterung auf sich? (Text von Arte)

Weitere Details zu den Sendungen auf der Seite Opernsendungen aktuell.

14. Oktober 2012

Oper aus Wien kostenlos via Livestream

Hinweis: Seit einiger Zeit sind die Streams kostenpflichtig und werden deshalb von mir nicht mehr bei den "Opernsendungen aktuell" berücksichtigt (Stand: 18. November 2015)

Livestreaming im Internet gewinnt auch für Opernfreunde immer mehr an Bedeutung. Nicht nur Fernsehsender, sondern zumehmend auch Opernhäuser und Festivals nutzen diese Möglichkeit, - so hat die Bayerische Staatsoper bereits ihr Streaming-Programm für die gesamte Spielzeit 2012/2013 veröffentlicht, die Opéra Royal de Wallonie (Lüttich) übertrug vergangene Spielzeit im Internet von jeder Produktion eine Aufführung (und wird es hoffentlich auch diese Saison wieder tun), auch vom Glyndebourne Festival gab es jede Opernproduktion im Internet. Neben kostenpflichtigen Streams - wie z. B. meist bei medici.tv - gibt es immer mehr kostenlose Liveübertragungen, deren Streams sogar noch Wochen oder - wie bei Arte Live Web - sogar mehrere Monate lang im Internet zu sehen sind. Eine Auswahl kostenloser Streams wird hier im Blog auf der Seite "Opernsendungen aktuell" laufend aktualisiert, Web-Links zum Thema sind auf der Blog-Seite "Oper im Internet - Linklisten" zu finden.

Nach dem Finale des Belvedere-Gesangswettbewerbs, das im Juli 2012 von Sono Artists Consulting in technisch guter Qualität live im Internet übertragen wurde, soll es nun weitere Livestreams aus Wien geben: kommenden Sonntag beginnt sonostream.tv mit einer Produktion des Jungen Ensembles des Theater an der Wien.  Man darf gespannt sein, welche "nationalen und internationalen Opernproduktionen" als "Livestreams aus verschiedensten Wiener Locations - von großen Bühnen sowie kleinen und unbekannteren Settings" übertragen werden.

Hier der komplette Text der Pressemitteilung:
Opernbegeisterte aus aller Welt sind eingeladen
Wien (OTS) -Klassikfans aus aller Welt können bald kostenlos
Musikgenuss auf höchstem Niveau direkt aus der Musikhauptstadt Wien
live miterleben. Die Plattform sonostream.tv - Anfang kommender Woche
online - wird als erste österreichische Plattform nationale und
internationale Opernproduktionen einem breiten Publikum weltweit via
Livestream über das Internet zur Verfügung stellen.
"La cambiale di matrimonio"
21. Oktober 2012, 19:30 (MESZ) - live
www.sonostream.tv
Sonostream.tv - eine Marke der Agentur sono artists consulting von
Samantha Farber - wird Livestreams aus verschiedensten Wiener
Locations übertragen - von großen Bühnen sowie kleinen und
unbekannteren Settings. Unterstützung erhält sonostream.tv auch von
Wien Tourismus.
"Ich freue mich sehr und bin stolz darauf, mittels sonostream.tv
Opernfans aus aller Welt die Möglichkeit zu geben, Wiener
Opernproduktionen kostenlos live im Internet mitzuverfolgen", sagt
Samantha Farber, die das Projekt www.sonostream.tv ins Leben gerufen
hat.
Die nächste Produktion für sonostream.tv wird am 21. Oktober die
Premiere der selten gespielten Rossini-Oper "La cambiale di
matrimonio" des Theater an der Wien in der Kammeroper sein. In den
Hauptrollen werden Mitglieder des jungen, internationalen Ensembles
zu sehen/hören sein, darunter der aus Litauen stammende Bass-Bariton
Igor Bakan, der amerikanische Tenor Andrew Owens, der Australier Ben
Connor (Bassbariton) sowie die italienischen Sängerinnen Anna Maria
Sarra (Sopran) und Gaia Petrone (Mezzo). Dirigent: Konstantin
Chudovsky, Inszenierung: Jacopo Spirei
"Viele sehen in der Oper eine exklusive Kunstform, die wenigen
vorbehalten ist. Durch sonostream.tv wird Oper für Interessierte in
aller Welt kostenlos zugänglich und das freut mich ganz besonders",
sagt Igor Bakan, der in der Premierenproduktion die Rolle des Tobia
Mill verkörpern wird.

10. Oktober 2012

Aktuelle Radio-Tipps: "Catharina Cornaro" - "Macbeth" - "I briganti"


Auf meiner Seite "Opernsendungen aktuell" steht wieder eine Vielzahl interessanter Radiosendungen. Auf einige davon möchte ich besonders aufmerksam machen:


Am kommenden Sonntag, 14. Oktober, überträgt BR-Klassik live aus dem Münchner Prinzregententheater eine absolute Rarität:

"Catharina Cornaro, Königin von Zypern" von Franz Lachner
(in der Fassung von 1845 nach der Neuausgabe von Volker Tosta).
Für Informationen zu Komponist und Werk verweise ich auf das Programmheft, das bereits jetzt von der Seite des Münchner Rundfunkorchesters kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden kann. Ein wirklich ausgezeichneter Service, um sich auf ein unbekanntes Werk vorbereiten zu können! Es gibt gegenüber der ursprünglichen Ankündigung zwei Besetzungsänderungen, die auch bereits auf der Internetseite von BR-Klassik berücksichtigt sind:


Am Sonnabend, 27. Oktober, sendet übrigens BBC Radio 3 eine andere Vertonung dieses Sujets: "Caterina Cornaro" von Donizetti.


Keine Rarität mehr ist "Macbeth" von Giuseppe Verdi, davon finden sich ständig die verschiedensten Aufnahmen in den Radioprogrammen, aber besonders hinweisen möchte ich doch auf die Aufzeichnung aus Genf, die ich bereits hören konnte und die nun Radio Ö 1 am Sonnabend, 3. November, sendet. Packend und spannungsreich das Dirigat von Ingo Metzmacher und bemerkenswert und m. E. gelungen ein ausgefeiltes Rollendebüt von Jennifer Larmore als Lady Macbeth!


Für alle, die sich für den 4. November die Aufzeichnung von Rossinis "Semiramide" vom diesjährigen Festival "Rossini in Wildbad" vorgemerkt haben, gibt es leider eine Enttäuschung. Der vorgesehene Sendetermin wird nicht gehalten, statt dessen wird SWR 2 - ebenfalls von "Rossini in Wildbad" 2012 - am Sonntag, 4. November, die Aufzeichnung von "I briganti" von Mercadante senden. Wer diese Rarität noch nicht gehört hat, sollte die Sendung keineswegs verpassen, - siehe den Bericht über die Aufführung in Bad Wildbad hier im Blog und die ebenfalls überschwänglichen Rezensionen in der Presseschau.

30. August 2012

Wieder Ärger mit der Programmvorschau von NDR Kultur!

Der Ärger mit den Programmvorschauen von NDR Kultur, über den ich hier berichtet habe, geht offenbar weiter. Auf der Internetseite von NDR Kultur  (und entsprechend natürlich auch in den Programmzeitschriften) sieht die Vorschau für die "Opening Night 2012" des NDR Sinfonieorchesters am Freitag, 7. September, so aus:



Zum Vergleich die Angaben auf der 
Thomas Hengelbrock Dirigent
NDR Sinfonieorchester
NDR Jugendsinfonieorchester
Olga Peretyatko Sopran
Véronique Gens Sopran
Markus Eiche Bariton
Guido Loconsolo Bariton
Wilhelm Schwinghammer Bass
Herren des NDR Chores

Das Konzertprogramm:

Teil 1:
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Szenen aus "Don Giovanni"
Teil 2:
FRANZ SCHUBERT
Sinfonie Nr. 8 C-Dur
Teil 3:
Das NDR Jugendsinfonieorchester spielt Werke von
MILLÖCKER und BRAHMS.
Das NDR Sinfonieorchester spielt ein Operettenprogramm mit Werken von
JOHANN STRAUSS (SOHN) und FRANZ LÉHAR.

Danach werden nicht nur zwei, sondern insgesamt fünf Solisten auftreten,
darunter immerhin Olga Peretyatko!
Kurzfristige Engagements von drei zusätzlichen Künstlern? Aber selbst wenn:
kann man nicht wenigstens im Internet die Programmvorschau aktualisieren?

19. August 2012

Worüber ich mich bei Rundfunksendungen immer wieder ärgere: Fehlerhafte Aussprache von Namen und falsche Besetzungsangaben

I.
Das kennt wohl jeder Klassik-Rundfunkhörer: manchmal kann man sich nur wundern, wie seltsam ein fremdsprachiger Name oder Titel ausgesprochen wird. Mit fremdsprachigen Namen haben wir ja alle unsere Probleme, insbesondere bei slawischen Namen, und ich bin mir sicher, dass im deutschsprachigen Raum z. B. die auf -ova endenden Namen russischer Sängerinnen oft falsch betont werden (und würde man richtig betonen, würde man bei bekannten Namen eher Befremden bei den Gesprächspartnern auslösen). Im Italienischen lauern die größten Fallstricke wohl bei Wort- und Silbenanfängen mit gh, ch und sch (s. hier). Da wünscht man sich eigentlich von Institutionen wie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten eine Orientierungshilfe, aber die Hoffnung, dort die zutreffende Aussprache zu erfahren, trügt leider allzu oft. Da wird doch z. B. sogar aus Glyndebourne ein Ort namens Glindeborn... , der Nachname der italienischen Sängerin Daniela Barcellona wird ausgesprochen wie die spanische Stadt ähnlichen Namens etc. etc..Dabei dürften den Sendern doch weit mehr Informationsquellen zur Verfügung stehen als dem normalen Internetnutzer, aber sogar der kann sich im Internet
die richtige Aussprache und Betonung z. B. italienischer Wörter anhören (z. B. hier). Mit Schrecken denke ich immer noch an eine Jahre zurückliegende Sendung von Rossinis La Cenerentola, bei der die Ansagerin mit permanent falsch betonter Cenerentola einen ganzen Abend lang nervte. Und Di tanti palpiti falsch betonen, nämlich - wie tatsächlich in einer An- und Absage im Radio gehört - mit Betonung auf der Silbe pi, kann eigentlich nur, wer von dieser Arie aus Rossinis Tancredi nicht einmal die ersten Takte gehört hat.

Noch gravierender als fehlerhafte Aussprache sind natürlich falsche Besetzungsangaben, für die ich konkrete Beispiele anführen kann, da ich in den fraglichen NDR-Konzerten war, bei denen jeweils das Stabat mater von Rossini aufgeführt wurde, deren Mitschnitte dann später vom NDR gesendet wurden.

II.
Aktueller Auslöser dafür, dass ich mit diesem Blogpost meiner Verärgerung endlich einmal etwas Luft verschaffen möchte, ist ein Beitrag von Deutschlandradio Kultur, in dem in der Sendung „Fazit“ am 12. August 2012 über das Rossini Opera Festival in Pesaro berichtet wurde. Dieser Beitrag ist
hier im Internet noch nachzuhören, die Fehlleistungen sind also nicht - wie sonst meist – sofort wie Schall und Rauch vergangen.

Die ersten Minuten des Beitrags, in denen über die Premiere von Il signor Bruschino berichtet wird, sind nicht auffällig, insbesondere wird der Name Bruschino richtig ausgesprochen, aber dann in der Berichterstattung über die Aufführungen von Ciro in Babilonia und Matilde di Shabran – ab etwa 4:50 – reiht sich Fehler an Fehler: Der noch mehrmals erwähnte Signor Bruschino wird nunmehr plötzlich mit deutschem sch ausgesprochen, der amerikanische Tenor Michael Spyres bekommt einen deutsch ausgesprochenen Vornamen verpasst (man stelle sich nur mal vor, wie das bei Michael Jackson klingen würde!), der Name Flórez wird höchst eigenwillig auf der letzten Silbe betont (dabei hat der Akzent doch gerade die naheliegende Funktion anzuzeigen, welche Silbe zu betonen ist, - s. hier) und dann der Höhepunkt: Kennt jemand Olga Pretyakova? Gemeint ist die international durchaus bekannte und auch schon in den Vorjahren in Pesaro aufgetretene Olga Peretyatko, die die Titelpartie in Matilde di Shabran sang, aber den Programmzettel zum Ablesen hatte der Herr Berichterstatter wohl nicht griffbereit, und - wie eingangs gesagt – die slawischen Namen... Alexandrina Pendatchanska hat ja inzwischen die „Notbremse“ gegen eine Verballhornung ihres Namens gezogen und möchte jetzt Alex Penda genannt werden (s. hier). Zum Abschluss des Fazit-Beitrags bietet dann schließlich auch die Redakteurin im Studio noch eine alternative (und falsche) Betonung des schönen Namens von Pesaro ... Fazit: Innerhalb eines Beitrags - neben anderen Fehlern - sogar in zwei Fällen jeweils zwei verschiedene Aussprachevarianten, - soll sich doch der Zuhörer aussuchen, was er für richtig hält! Als bloße spontane Versprecher, wie sie natürlich immer vorkommen können (und dann meist auch sofort vom Sprechenden bemerkt und berichtigt werden), dürften sich die Fehler jedenfalls nicht einfach abhaken lassen, sondern sie sind m. E. Zeichen mangelnder Sorgfalt, wenn nicht gar mangelnder Kompetenz.


III.
Bedeutend schwerwiegender sind natürlich falsche Besetzungsangaben. In diesem Punkt müsste man sich eigentlich hundertprozentig auf die Angaben des produzierenden Senders verlassen können, leider ist das aber nicht immer der Fall. Merken kann man es eigentlich nur, wenn man in einer bestimmten Aufführung gewesen ist und dann später sieht, dass bei den Angaben des Senders für die Ausstrahlung im Radio Besetzungsänderungen nicht berücksichtigt worden sind.


Einen konkreten Fall möchte ich hier detailliert schildern.

Am 12. September 2011 sendete NDR Kultur den Mitschnitt des NDR-Konzerts vom 7. April 2011. Ich war in diesem Konzert am zweiten Aufführungstag (8.4.). Für die Aufführung des Stabat mater von Gioachino Rossini hatte es zwei Besetzungsänderungen gegeben (Alessandra Marianelli statt Marina Rebeka und Marco Vinco statt Andrea Concetti), von denen die erstere nicht einmal kurzfristig erfolgt war, sondern schon Wochen vorher auf der Internetseite des NDR Sinfonieorchesters stand und auch im Konzertprogrammheft abgedruckt war. Für die zweite Umbesetzung war ein Hinweisblatt ins Programmheft eingelegt. Obwohl zwischen Konzert und Sendetermin mehrere Monate lagen, waren beide Umbesetzungen in der Programmvorschau von NDR Kultur im Internet nicht berücksichtigt worden (und natürlich auch nicht in den vom NDR mit den Programminformationen versorgten Programmzeitschriften). In der Ansage der Sendung am 12. September 2011 wurde  zwar die Besetzungsänderung bezüglich der Sopranpartie mitgeteilt, als Bass wurde aber weiterhin Andrea Concetti genannt, der gar nicht gesungen hat, sondern durch Marco Vinco ersetzt worden war. Besonders peinlich ist an dem Fall, dass auf der Seite des NDR-Sinfonieorchesters die Ausstrahlung für den 12. September 2011 mit der korrekten Besetzung aller Partien angekündigt wurde, - das ist noch heute im Internet nachzulesen. Für mich als Hörerin ist es eine ärgerliche Erfahrung, dass ich mich nicht einmal bei einer Eigenproduktion des NDR auf die Richtigkeit der Besetzungsangaben verlassen kann, für den betroffenen Sänger aber ist es eine Zumutung, nicht genannt zu werden. Und man fragt sich natürlich auch, wie es beim NDR um die Führung des Archivs bestellt sein mag. Wer mag da als Bass im Konzert vom 7. April 2011 registriert sein? Und da sicherlich einige Hörer die Sendung mitgeschnitten haben, ist die Verbreitung der falschen Besetzungsangabe garantiert. Ich hoffe jedenfalls, dass für diesen konkreten Fall meine Hinweise, die ich vor und nach der Sendung vom 12. September 2011 an den NDR gemailt habe, zur Kenntnis genommen worden sind und bei einer künftigen erneuten Ausstrahlung des Stabat mater die Besetzungsangaben bereits in der Programmvorschau korrekt sein werden; eine Antwort auf meine Mails habe ich leider nicht erhalten.


Es war dies auch nicht das erste Mal, dass mir eine falsche Besetzungsangabe bei einer Eigenproduktion des NDR aufgefallen ist. So hatte ich den NDR bereits vor einigen Jahren anlässlich einer erneuten Sendung des Konzertmitschnitts vom 19. Oktober 2001 von Rossinis Stabat mater auf eine nach wie vor unrichtige Besetzungsangabe in der Programmvorschau hingewiesen (und auch eine sehr freundliche Antwort erhalten); damals war in der Basspartie Erwin Schrott kurzfristig eingesprungen, was bei der Sendung auch angesagt wurde. Und – dieser Fall betrifft nun das NDR Fernsehen – wenn die Aufzeichnung von Dvoraks „Rusalka“ vom SHMF 2004 wiederholt wurde, las man in der Programmvorschau bis zuletzt immer noch den Namen des Tenors Sergej Larin, obwohl – wie auch in Vor- und Abspann des Films richtig angegeben – Miroslav Dvorsky gesungen hat.

Fazit: Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser, - sofern man Derartiges überhaupt noch kontrollieren kann. Zumindest bei aktuellen Liveübertragungen / Aufzeichnungen aus Opernhäusern oder von Festivals, die ich aufnehmen möchte, habe ich es mir jedenfalls zur Angewohnheit gemacht, deren Internetseiten auf etwaige Besetzungsänderungen hin zu überprüfen; denn selbst wenn Änderungen in der Ansage mitgeteilt werden, sind unbekannte fremdsprachige Namen oft nur schwer nachvollziehbar. Bei Liveübertragungen bzw. Sendungen von Aufzeichnungen nur wenige Tage nach der Aufführung können kurzfristige Besetzungsänderungen natürlich nur angesagt werden - was allerdings insbesondere bei Nebenrollen auch nicht immer geschieht -, aber dass Besetzungslisten stets senderintern aktualisiert und korrekt archiviert werden, damit für spätere Sendetermine - ggf. auch bei anderen Sendern -  in den Programmvorschauen die Besetzungsangaben stimmen, sollte m. E. eine Selbstverständlichkeit sein.




Programmheft des Konzerts am 7. und 8. April 2011 mit Einlageblatt
(zum Vergrößern bitte ins Bild klicken)


Programmvorschau von NDR Kultur für den 12. September 2011

Ankündigung des Sendetermins 12.09.2011 auf der Seite des NDR Sinfonieorchesters


Fortsetzung des Themas:
Wieder Ärger mit der Programmvorschau von NDR Kultur!

 ... und noch einmal dasselbe Thema:
Gar nicht heiteres Rätselraten bei NDR Kultur: Botha oder Pisapia?

ZITIERT: Unsinniges - Seltsames - Peinliches etc.
hier im Blog auf der Seite Dies und das!

8. August 2012

Mit Internetradio Klassiksender aus aller Welt hören und aufnehmen - und z. B. mit RAI Radio 3 beim ROF live dabei sein!


In wenigen Tagen ist es wieder soweit! 
Am Freitag, 10. August, beginnt das Rossini Opera Festival (ROF) in Pesaro.

Auch dieses Jahr überträgt RAI Radio 3 alle drei Premieren live:
Ciro in Babilonia (10. August), 
Matilde di Shabran (11. August)
Il signor Bruschino (12. August)
(Details s. Opernsendungen aktuell).


Beim ARD Radiofestival ist aus Pesaro leider nichts dabei. Erfahrungsgemäß wird ohnehin von den deutschen Radiosendern - wenn überhaupt - nur von einer dieser Opern der Mitschnitt der RAI gesendet werden, und das wird dann - wie demnächst bei BR-Klassik - wegen der prominenten Besetzung mit Juan Diego Flórez und Olga Peretyatko am ehesten Matilde di Shabran sein. In dieser Wiederaufnahme der Produktion von 2004 singt Flórez in Pesaro den Corradino zum dritten Mal; YouTube-Videos der Aufführungen von 1996 und 2004 sind im Rossini-Opernführer verlinkt.


"Matilde di Shabran" - ROF Pesaro 2004
Die wirklich große Rarität ist aber m. E. Ciro in Babilonia, in Pesaro zum ersten Mal im Programm (und auch andernorts - abgesehen von der Inszenierung bei "Rossini in Wildbad" 2004  - nur selten und dann auch nur konzertant aufgeführt) und mit Ewa Podles, Michael Spyres und Jessica Pratt ebenfalls hochkarätig besetzt. Es geht hier (wie bei Händels Belsazar) um die biblischen Gestalten Belsazar (Baldassare) und den Perserkönig Cyrus (Ciro), - aber eher nur als Hintergrund für eine Geschichte um eine treue und standhafte Ehefrau (Libretto / Inhaltsangabe (engl.)). Die Inszenierung ist eine Coproduktion mit dem Caramoor Festival in identischer Besetzung der Hauptpartien; die Berichte über die dortige Aufführung Anfang Juli 2012 sind voller Begeisterung insbes. über Michael Spyres (ebenso übrigens wie die Kritiken über seinen Auftritt in Aubers La Muette de Portici in Paris) (s. Presseschau).


"Ciro in Babilonia" - Caramoor Juli 2012
Michael Spyres in "Ciro in Babilonia" - Caramoor Juli 2012
Wer möchte, kann bei den Premieren in Pesaro jedenfalls akustisch live dabei sein. Wie wohl inzwischen fast jeder Radiosender bietet natürlich auch RAI Radio 3 auf seiner Internetseite einen Livestream, auch über die Senderliste und die Programmseiten von operacast kann man Internetradio hören. Noch besser geht es mit einem Internetradio-Programm, mit dem man die Sendungen auch mitschneiden kann. Ich nutze seit Jahren den Phonostar-Player, der Aufnahmen nicht nur als mp3, sondern auch im qualitativ besseren wav-Format ermöglicht. Er ist kostenlos im Internet herunterzuladen, z. B. bei den Downloads von www.computerbild.de. Dort wird allerdings nur die aktuelle Version 3 angeboten, die vorherige Version 2 ist m. E. besser zu handhaben und gerade für Einsteiger übersichtlicher, aber das ist natürlich auch reine Gewöhnungssache*. Die Sender-Datenbank des Phonostar-Players enthält in der Rubrik "Gepflegte Klänge - Klassik und Oper" über 200 Sender aus aller Welt. Aus dieser Liste kann man sich leicht seine Favoritenliste zusammenstellen. Das tägliche Opernprogramm vieler dieser Sender gibt es bei operacast. Was die Qualität anbelangt, gibt es natürlich erhebliche Unterschiede, insbes. auch bei der Lautstärke am PC, die Benutzung von Kopfhörern ist zu empfehlen. Ob sich ein Mitschnitt bzw. das Brennen auf CD lohnt, muss man einfach ausprobieren, bei Mitschnitten von z.B. RAI Radio 3, BBC Radio 3 und Ö 1 ist die Qualität durchaus ordentlich bzw. noch akzeptabel trotz relativ geringer Streamstärke. So sendet z. B. Ö1 mit nur 128 kbit/s, RAI Radio 3 sogar mit nur 96 kbit/s, während WDR3 256 kbit/s - also die übliche CD-Qualität - bietet. Das Anhören derartiger Raritäten von Festivals und aus Opernhäusern aus aller Welt lohnt sich m. E. jedenfalls auch bei eingeschränkter Tonqualität, - besser so als gar nicht!

*Die Version 2 kann zur Zeit z. B. auf diesen Seiten heruntergeladen werden:

Hier von beiden Versionen Screenshots (zum Vergrößern bitte ins Bild klicken):

Aktuelle Version 3:
Ansicht: Suchergebnis für alle Sender der Rubrik "Klassik und Oper"
links unten: aufgeklapptes Fenster für Einstellungen
Ansicht: Aufnahmefenster (am 11.8.12 nachgetragener Screenshot)

 Version 2:
Ansicht: Suchfeld "Klassik &  Oper"
Ansicht: Favoriten  / Fenster mit Funktionen "On Air"
Ansicht: Aufnahmefenster (am 11.8.12 nachgetragener Screenshot)
Auswahl von Sendern,
die regelmäßig Übertragungen / Aufzeichnungen
aus den örtlichen bzw. nationalen Opernhäusern bringen:

Italien: RAI Radio 3
Frankreich: France Musique
Belgien: Klara
 / Musiq3
Niederlande: Radio 4 NL
Großbritannien: BBC Radio 3
Spanien (Barcelona): Catalunya Música
Spanien (Madrid): RNE Radio Clásica
Schweiz (franz.): RSR Espace 2

Schweiz (deutsch): DRS 2 (Hinweis: ab 16.12.2012 umbenannt in SRF 2 Kultur) 
Österreich: Ö 1